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(2/10) Sitz, Platz & Fuss sind von wahrer Hundeerziehung weit entfernt!

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Körpersprache von Hunden

Der Blick in die Tierseele: Körpersprache von Hunden:

Der Hund als Haustier ist ein treuer Gefährte und gehört für viele Menschen fest zur Familie. Sie leben im gleichen Revier, verbringen gemeinsam ihre Zeit- und sie teilen Emotionen. Gefühle bestimmen im Alltag unser Denken und Handeln. Bewusst und unbewusst wirken diese sich auf unser Verhalten aus. 


Freude lässt uns zugänglich und locker erscheinen, leichte Anspannung kann sich in Wachsamkeit niederschlagen, Angst und Aufregung löst schnell Aggressionen und Kampfbereitschaft aus. Jede Stimmung sucht sich ihr eigenes Sprachrohr und manifestiert sich in Gesten, Mimik oder Lauten. 


Menschen senden viele ihrer Signale durch das Gesicht, kneifen Augen zu oder reißen diese auf, runzeln die Stirn und verziehen die Form des Mundwinkels.
Hunde verfügen ebenfalls über ihren eigenen Satz an Zeichen, um Mitteilungen an ihre Artgenossen zu senden. Die Erkenntnis wie sich ein Tier fühlt, hilft besser sein Verhalten nachzuvollziehen. 


Fehler und Missverständnisse im Umgang miteinander führen sonst schnell zu unerwünschten Reaktionen. Mit einem geschulten Auge gelingt nicht nur die Interpretation des Gemütszustandes der Vierbeiner, sondern vertieft auch das Verständnis und die Bindung zwischen Mensch und Tier. 

Eine gut geregelte Beziehung zu seinem Hund, wünscht sich schließlich jeder Hundehalter. Aufmerksamkeit und die folgenden Beispiele helfen die Körpersprache besser einzuordnen.

Hunde schnuppern, um Sie zu identifizieren und zukünftig zuordnen zu können.

Durch Beobachtung lernen:

Bekannt sind die schlauen Rudeltiere vor allem durch wild herumwedelnde Schwänze und ihr lautes Bellen. Tiefes Knurren, unzufriedenes Grummeln oder herzzerreißendes Aufheulen sind nur einige von vielen Aspekten, die in Wechselwirkung mit anderen Kommunikationsarten stehen. Oft geht es darum, Aufmerksamkeit zu erregen oder eine Warnung abzusondern, während das klassische Jaulen dem Gruppenzusammenhalt und der Navigation unter freilebenden Wölfen dient.

Wenn ein Hund sich Ihnen vorsichtig und ruhig nähert, weichen Sie nicht davor zurück. Die erste, intensive Kontaktaufnahme erfolgt immer über den Geruchssinn und gehört zum Prozess des Kennenlernens der Menschenfreunde. Hunde schnuppern, um Sie zu identifizieren und zukünftig zuordnen zu können.

Neben viel Arbeit mit der Nase unterstreichen auch feinste Gesichtsausdrücke die Absichten des Tieres. Mundwinkel, Zähne und Augen verraten einiges über das momentane Innenleben. Zu bedenken ist: Einige Rassen können aufgrund von Überzüchtung nicht immer unmissverständlich wie anderer Arten ihrer Stimmung den dafür vorgesehenen Ausdruck verleihen. Übergroße Schlappohren, herabhängende Lefzen und kleine Stummelschwänze erschweren die Verständigung.

Dennoch bleibt trotz dieser Einschränkungen immer das Gesamtbild entscheidend. Die Übergänge zwischen den übermittelten Botschaften durch Körperhaltung und Mimik scheinen oft fliesend. Mit etwas Training lassen sich Unterschiede jedoch schneller erkennen und eine angemessene Reaktion daraus ableiten. Manchmal verrät Ihnen bereits Ihr Instinkt, was Ihr Tier versucht gerade mitzuteilen.

Aber ein umfassendes Verständnis zwischen Tier und Mensch gedeiht nur unter genauer Beobachtung und denen daraus gesammelten Erfahrungen.

Diese innere Ausgeglichenheit drückt sich durch eine weiche, spannungsfreie Körperhaltung mit erschlaffter Rute aus.

Ausgeglichen bis Freundschaftlich:

Ohne intensive Neigung zu einem emotionalen Extrem wie bahnbrechende Freude oder tiefgreifende Angst zeigen sich die Tiere ihnen gegenüber oft aufmerksam und zugleich entspannt. Sie sind allzeit bereit in Aktion zu treten und observieren genau das direkte Umfeld - gerne auch liegend auf dem Boden. Fehlen Stress und Unsicherheit als negative Einflussfaktoren versprüht eine solche Haltung viel Ruhe.

Diese innere Ausgeglichenheit drückt sich durch eine weiche, spannungsfreie Körperhaltung mit erschlaffter Rute aus. Die erweiterten Pupillen und leichte Augenbewegungen sind markante Zeichen einer gelassenen, verspielten Neugierde.

Sobald in der Umgebung eine unerwartete Veränderung eintritt, folgt ein Anstieg der Körperspannung mit leicht angehobenen, nach vorn gerichteten Ohren. Ist das Tier alarmiert, richtet es den Hundeschwanz zusätzlich waagrecht auf und bewegt diesen steif hin und her.

Freude, zum Beispiel über den überraschenden Besuch von Freunden, äußert sich durch impulsive, lebensfrohe Körperaktivität wie wildes umher rennen oder begrüßende Sprungeinlagen. Der Schwanz bleibt leicht aufgerichtet, peitscht jedoch nun regelrecht locker hin und her. Der Gesichtsausdruck hierbei wirkt ausgelassen, offen und aufgeweckt.

Mit einer Beugung des Vorderkörpers auf den Boden, herabgesetzten Vorderläufen und hochgerecktem Hinterteil lässt eine Spielaufforderung meist nicht lange auf sich warten.

Dominierende Hunde spannen ihren Körper an und strecken ihre Beine fest durch, um größer und respekteinflößender auf Rivalen zu wirken.

Dominanz und Unterwürfigkeit:

Beides sind essenzielle Bestandteile des Sozialverhaltens und leisten einen enormen Beitrag zur Klärung der Rangordnung zwischen Hunden. Sie regeln das friedliche Zusammenleben der Tiere im Verbund und stellen eine natürliche Reaktion bei Streitereien um Revier und Privilegien dar.

Unterwerfung steigert den Gehorsam und bereinigt Konfliktsituationen. Dank dieses Signals vermeiden die Tiere unnötige Verletzungen durch ausufernde Kämpfe. Auch sie als Hundehalter sollten diese Spielregeln beherzigen. Ein Tier, das sich Ihnen nicht unterwirft, wird schnell zu einem Problemfall und kann dann kaum zu bändigen sein.

Dominierende Hunde spannen ihren Körper an und strecken ihre Beine fest durch, um größer und respekteinflößender auf Rivalen zu wirken. Die Rute ist aufgerichtet, der Kopf angehoben und der Mund geöffnet. Zusätzlich platzieren sich Hunde gerne quer in T-Stellung vor ihrem Kontrahenten und blockieren so ihren Laufweg zur Schaustellung der Dominanz.

Kreisende Bewegungen mit durchgedrückten Beinen um ein Ziel herum erfüllen eine ähnliche Aufgabe, wirken jedoch weniger repressiv und gehören oftmals auch zur erstmaligen Kontaktaufnahme mit unbekannten Tieren.

Stille aber wachsame Blicke frontal ins Gesicht des Gegenübers mit vorgestellten Ohren strahlen oftmals großes Selbstbewusstsein aus. Das passende Gegenstück zu dieser Haltung liefert der Unterlegene, der seinen Körper klein macht, oftmals auf den Rücken liegend ausharrt und seine Verteidigung entblößt. Die Bedeutung:„ Ich gebe auf, der Kampf ist vorüber."

Um Konflikten vorzubeugen, signalisieren Hunde mit Hilfe der aktiven Unterwerfung die eigene Akzeptanz ihres niederen Ranges. Abschlecken von Schnauzen oder Mund sowie Pföteln dienen der Deeskalation, werden häufig aber auch bei Begrüßungen zwischen Mensch und Tier genutzt. Ein solches Verhalten sollten Sie stets durch eine freundschaftliche Rückmeldung zur Kenntnis nehmen.

Aggressives Gebaren gehört fest in den Alltag der Tiere, um ihren eigenen Platz im Rudel und Revier zu unterstreichen.

Angst und Drohgebärden:

Unsicherheit und Furcht stechen bei Tieren in der Regel sofort ins Auge. Es scheint auszuweichen, zittert oder der Blick wendet sich oft zur Seite. Die Rute liegt eng am Körper an und biegt sich hinab bis zwischen die Hinterläufe. Eine gesenkte Kopf- und Körperhaltung offenbart die Gefühle des Hundes. Eingeknickte Beine verringern insgesamt die Körpergröße und heben den eingeschüchterten Gemütszustand nochmals deutlich hervor.

Zusätzlich liegen die Ohren eng nach hinten an. Hier ist große Vorsicht angebracht, denn Angst kann schnell in Aggression umschlagen. Reizen Sie ihr Tier nicht und überfordern Sie es nicht durch übertriebenen Zwang, Zurechtweisungen oder Aufforderungen. Zusätzliche Verunsicherung führt ansonsten zu einer Abwärtsspirale und dem Tier gelingt es nicht, sich aus seiner unangenehmen Situation zu lösen. Aggressives Gebaren gehört fest in den Alltag der Tiere, um ihren eigenen Platz im Rudel und Revier zu unterstreichen.

Verletzt ein Widersacher das Hoheitsgebiet eines anderen oder tangiert eine anderweitige Grenze, dienen Drohungen als Vorwarnung zur Vermeidung von gefährlichen Auseinandersetzungen. Bezeichnendes Merkmal der Kampfbereitschaft ist der stark hochgezogene Lefzen, der die Zähne gut sichtbar in Kombination von Knurren oder Bellen offenlegt. Eine deutliche Faltenbildung der Haut durch Verzerren des Gesichtes rundet dabei diesen bösen Blick in seiner abschreckenden Wirkung effektvoll ab.


Bei Rivalitäten gibt es immer zwei Parteien: den Angreifer und den Verteidiger. Im Falle eines Angriffs richten sich Ohren auf das ausgewählte Ziel. Das Tier baut seinen Körper auf, um Überlegenheit zu demonstrieren. Die nach vorn verlagerte Körperspannung und die hochgehobene Rute veranschaulichen die große Selbstsicherheit des Aggressors. Regelrechtes Anstarren mit knurrendem Unterton und verengten Pupillen kündigen einen drohenden Konflikt vorzeitig an. Defensive Warnungen entfalten hingegen ein abgeändertes Muster.

Steht der Wunsch nach Rückzug aus der Konfliktzone im Vordergrund, klemmt der Verteidiger seinen Schwanz ein und bückt sich, ohne dabei den Fokus auf seinen Gegner zu verlieren. Zusätzlich ausweichende Manöver sowie langgezogene Mundwinkel unterstreichen diese Absicht. Fehlt jedoch die Bereitschaft, vor dem Aggressor zurückzuweichen, stellen sich Ohren und Rute sichtbar auf. Besonders in der Entwicklung junger Tiere sollte Drohverhalten und Gegenreaktion nicht im Keim erstickt werden, da es wichtiger Bestandteil im Zusammenleben mit anderen Tieren darstellt.

Ohne diese Kenntnisse und Erfahrungen übersehen Hunde die warnenden Signale im späteren Leben, provozieren unnötig eine Auseinandersetzung oder reagieren völlig unangemessen auf eine bedrohliche Situation.

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Гость
13.06.2021
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